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20 Jahre friedliche Revolution und deutsche Einheit

Gründung der Initiative für Frieden und Menschenrechte in Ost-Berlin

Aus einem Seminar für Menschenrechte geht die Ost-Berliner „Initiative für Frieden und Menschenrechte“ hervor. Gründungsmitglieder sind u. a. Bärbel Bohley, Werner Fischer, Ralf Hirsch, Gerd Poppe, Ulrike Poppe und Wolfgang Templin. Mit relativ loser Struktur tritt sie insbesondere an die kirchliche Öffentlichkeit, versteht sich aber als unabhängig von der Kirche. Hauptziele sind Durchsetzung von Menschenrechten und Friedenspolitik bzw. Abrüstung sowie Eintreten gegen Ausgrenzung von Minderheiten. Die Untergrund-Zeitschrift „Grenzfall“ fasst Positionen der Initiative zusammen. Diese und weitere, unregelmäßig und ohne Erlaubnis der DDR-Behörden erscheinenden Publikationen (sog. „Samisdat“) sind ein wichtiges Sprachrohr der Opposition. 1988 werden Mitglieder der Initiative bei einer Gegendemonstration am Rande der Gedenkfeier zum 69. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verhaftet und in die Bundesrepublik abgeschoben.

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