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20 Jahre friedliche Revolution und deutsche Einheit

Vereinigungsparteitag von KPD und SPD: Unter dem Druck der Besatzungsmacht entsteht in der sowjetischen Besatzungszone die SED

Vereinigungsparteitag von KPD und SPD

Am 26. April 1946 kommen führende Funktionäre und Delegierte von KPD und SPD zu einem Parteitag in Ost-Berlin zusammen, um die im Dezember 1945 beschlossene Vereinigung beider Parteien zu vollziehen. Die „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“ entsteht. Im Vorfeld des Parteitags wird seitens der sowjetischen Besatzungsmacht vor allem auf Teile der SPD erheblicher Druck ausgeübt, der Vereinigung zuzustimmen. Während der Sitzungen kommt kaum Kritik aus der SPD, da viele Gegner des Zusammenschlusses aufgrund sowjetischer Repressionen die Sowjetische Besatzungszone verlassen haben oder verhaftet worden sind. Die anfänglich vereinbarte paritätische Besetzung aller Parteiämter verschiebt sich sehr schnell zugunsten der ehemaligen KPD-Mitglieder. Durch parteiinterne „Säuberungen“ und die Umwandlung der SED in eine „Partei neuen Typus“ – d. h. Ausrichtung an den Prinzipien des Marxismus-Leninismus, des "demokratischen Zentralismus" und Anspruch auf eine Führungsrolle in Staat und Gesellschaft – werden bis Mitte der 1950er Jahre schätzungsweise zwei Drittel der ehemaligen SPD-Mitglieder aus der SED gedrängt. Die bürgerlichen Parteien CDU und LDPD werden schrittweise gleichgestellt, ihr Führungspersonal ausgetauscht, opponierende Mitglieder verfolgt. Die SED sichert ihren Führungsanspruch, auch gegenüber den anderen in der Sowjetischen Besatzungszone und späteren DDR zugelassen Parteien und Massenorganisationen, mit Hilfe der „Nationalen Front“. Diese bildet eine „Einheitsliste“, jede Zusammensetzung und Aufteilung der Mandate wird vorher festgelegt. Mithilfe von SED-Mitgliedern in den Massenorganisationen ist sichergestellt, dass die SED stets die absolute Mehrheit hält.

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