Milliardenkredit eines bundesdeutschen Bankenkonsortiums für die DDR
Kürzungen der Rohstofflieferungen aus der Sowjetunion seit 1982 wirken sich erheblich auf die Wirtschaft der DDR aus, die bereits durch wachsende Westverschuldung belastet ist . Unter Vermittlung des bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß nimmt die DDR einen Kredit in Höhe von einer Milliarde DM bei bundesdeutschen Banken auf. Die Bundesregierung sichert das Geschäft mit einer Bundesbürgschaft ab. Daraufhin leitet die DDR eine Reihe von Erleichterungen im innerdeutschen Reiseverkehr ein und beginnt mit dem Abbau von Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenze.
Auch ihr Bedarf an wirtschaftlicher Unterstützung aus der Bundesrepublik veranlasst die DDR-Führung weiterhin, Forderungen nach menschlichen Erleichterungen, insbesondere nach verbesserten West-Reisemöglichkeiten für DDR-Einwohner, entgegenzukommen.




